Nur Pfand kann den drohenden Recyclingkollaps in Österreich abwenden

Die ÖPG Pfandsystemgesellschaft warnt vor massiven Folgen, sollte sich die Politik gegen ein Pfandsystem auf Einweggetränkeverpackungen entscheiden.

„Ohne Pfand droht uns bald ein Recyclingkollaps!“, warnt ÖPG-Geschäftsführer Christian Abl. Die heimischen Sortieranlagen für Kunststoffverpackungen sind bereits jetzt am Limit. Ein Einweg-Pfandsystem kann hier – auch mit Hilfe der Digitalisierung – deutliche Entlastungen bringen und vor allem dazu beitragen, alle Kunststoffverpackungen sortenrein einem Recycling zuzuführen.

Ohne ein Pfandsystem für Einweggetränkeverpackungen droht Österreich ein Recyclingkollaps. „PET-Getränkeflaschen verstopfen bereits jetzt den gelben Sack und die gelbe Tonne und machen das bestehende Sammelsystem teuer und unbrauchbar für alle anderen Kunststoffverpackungen“, sagt Christian Abl, Geschäftsführer der ÖPG Pfandsystemgesellschaft. „Infolge akuter Engpässe in den heimischen Sortieranlagen für Kunststoffverpackungen planen große Betreiber der Sammel- und Verwertungsbranche in Österreich, Recyclingstoff nach Osteuropa in technisch unausgereifte Anlagen zu exportieren. Schon 2021 werden es rund 8.000 Tonnen sein. Mit der Fortführung des jetzigen Sammel- und Recyclingsystems wird ein Recyclingkollaps unabwendbar“, warnt Abl. Bereits 2019 haben die Österreicherinnen und Österreicher rund 160.000 Tonnen Leichtverpackungen gesammelt – mehr als die Hälfte des Volumens entfiel dabei auf Getränkeverpackungen. Die bestehende Kapazität der österreichischen Sortieranlagen lag gleichzeitig unter diesem Wert.

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