Schottisches Parlament verabschiedet Richtlinie für Einwegpfandsystem

Das schottische Parlament unterzeichnet die Richtlinie über die Einführung eines Einwegpfandsystems und gibt grünes Licht für den Start ab Juli 2022 – ein Meilenstein in der schottischen Pfand-Debatte und ein großer Erfolg für alle Befürworter.

Einweg-Getränkeverpackungen aus PET, Aluminium und Glas zwischen 50ml und 3l werden in Zukunft Teil des verpflichtenden Pfandsystems. Die Pfandgebühr beträgt 2o Pence, Pfandflaschen müssen entsprechend gekennzeichnet werden. Das System wird zentral von einer unabhängigen Organisation betrieben und von den Getränkeherstellern finanziert. Die Teilnahme am System ist verpflichtend für alle Hersteller, die Getränke in Einwegverpackungen auf dem Markt bringen, es kann jedoch auch Ausnahmen geben.

Ursprünglich war als Zeitpunkt der Implementierung das Frühjahr 2021 vorgesehen. Doch zahlreiche Proteste forderten einen späteren Zeitpunkt, um keinen unnötigen Druck auf Unternehmen auszuüben, die aufgrund der COVID-19 Krise wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen haben. Umweltministerin Mairi Gougeon MSP versicherte, dass die schottische Regierung die Situation genauestens beobachtet und im Bedarfsfall flexibel reagiert werden kann.

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ÖPG ist Mitglied bei der Interessensplattform Reloop!

Reloop ist ein Netzwerk mit einer gemeinsamen Vision der modernen Kreislaufwirtschaft. Seine Gründungsmitglieder kommen aus Industrie, Regierungen und NGOs. Zusammen verfolgen sie das Ziel, innovative Konzepte für politische Fortschritte in Bezug auf Zirkularität und Kreislaufwirtschaft global zu positionieren.

Die ÖPG Pfandsystemgesellschaft m.b.H. zählt seit April zu den aktuellen Mitgliedern. Die internationale Expertise kann somit für die Implementation eines österreichischen Pfandsystems genutzt werden. Auch für die geplante Online Konferenz am 23. Juni 2020 ist eine Mitarbeit anderer Reloop-Mitglieder bereits in Vorbereitung.

Reloop wurde gegründet, um unterschiedliche Stakeholder zu vernetzen und den Informationsaustausch untereinander rasch und effizient zu ermöglichen. Gemeinsam sollen Entscheidungsträger motiviert werden, Richtlinien zu verabschieden und Systeme zu etablieren, die auf die Umsetzung zur Förderung der Kreislaufwirtschaft abzielen.

Mehr dazu unter www.reloopplattform.org

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